Publiziert von: Monika Widmer
Bereitgestellt: 02.12.2025
OFFLine: Literarisch-musikalischer Gottesdienst
2. Advent, 7. Dezember 2025, 10.00 Uhr Titus Kirche
Don Quijote von Cervantes und Guy Bovets Suite zu Don Quichote für Orgel zu vier Händen
Don Quijote von Cervantes und Guy Bovets Suite zu Don Quichote für Orgel zu vier Händen
Seit inzwischen 400 Jahren behauptet sich in der Weltliteratur ein fahrender Ritter, der streng genommen gar keiner ist: Don Quijote de la Mancha. Der „Ritter von der traurigen Gestalt“ sucht Abenteuer, wo es eigentlich nichts zu erleben gibt. Windmühlen erscheinen ihm als mächtige Giganten, Hammelherden als feindliche Truppen, Weinschläuche als wilde Riesen, und eine gewöhnliche Herberge verwandelt sich in seinen Augen in ein prächtiges Schloss. Auch ein schlichtes Bauernmädchen erhebt er zu seiner edlen Herrin. Don Quijote ist ein Gefangener seiner Lesesucht, seiner übersteigerten Begeisterung für Ritterromane. Fast jedes Kind kennt zumindest eine der vielen Episoden – der Kampf gegen die Windmühlen ist längst zum geflügelten Wort geworden.
Doch was macht diesen vermeintlich närrischen und mehr als tausend Seiten umfassenden Roman nicht nur zu einem Meisterwerk der spanischen Literatur, sondern zu dem „besten Roman der Welt“, wie das Osloer Nobelinstitut 2002 erklärte? Es sind die kunstvoll verflochtenen Erzählebenen, die leise zwischen den Zeilen vermittelte Lebensweisheit, die treffsichere Parodie und die Fülle an Figuren und Motiven, die Cervantes’ Werk zu einem wahren Universalroman machen. Don Quijote wird von allen Menschen geliebt, die die Gabe haben, sich in Bücher oder Filme hineinzuträumen – und gleichzeitig führt er vor Augen, wie töricht eine solche Flucht in imaginäre Welten manchmal sein kann.
Waldtraut Mehrhof gibt uns eine kurze Einführung und liest aus dem Roman. Susanne Boeke musiziert gemeinsam mit Lilit Amirian zu vier Händen an der Orgel. Guy Bovet hat 2011 seine Suite zu Don Quijote für Orgel zu vier Händen geschrieben.
Die Burleske erklingt im Gottesdienst in 4 Teilen:
1. Teil: Einleitung / Begegnung mit Sancho Panza / das Abenteuer mit den Windmühlen / der Brief an Dulcinea del Toboso
2. Teil: Prinzessin Micomicona erscheint / Der Kampf mit den Rotweinschläuchen / Wie Don Quijote verzaubert in sein Dorf zurückgebracht wird.
3. Die Hochzeit des reichen Camacho und der Erfolg des armen Basilio
4. Die Höhle von Montesinos /Aus Sanchisimo Panzisimos Königreich und dessen ermüdendem Ende / Don Quijotes Testament und sein Tod
Die gute, noch nicht so alte Titusorgel gibt den Rocinante, das Grauohr oder Clavilenos, das fliegende Holzpferd...
Der Zustand der Welt gibt Anlass für Angst und Unsicherheit, ein erfülltes Leben steht vielen Menschen gegenwärtig noch aus, sie leiden unter Ungerechtigkeit, Krieg, Gewalt und Armut. Da haben apokalyptische Endzeiterwartungen genauso Konjunktur wie Flüchte in Tagträume...
In der Predigt zu Lk 21,25-33 im Licht von Don Quijote lotet Pfrn. Monika Widmer die Spannung zwischen Weltflucht und Realismus aus und plädiert für Gottvertrauen.
Doch was macht diesen vermeintlich närrischen und mehr als tausend Seiten umfassenden Roman nicht nur zu einem Meisterwerk der spanischen Literatur, sondern zu dem „besten Roman der Welt“, wie das Osloer Nobelinstitut 2002 erklärte? Es sind die kunstvoll verflochtenen Erzählebenen, die leise zwischen den Zeilen vermittelte Lebensweisheit, die treffsichere Parodie und die Fülle an Figuren und Motiven, die Cervantes’ Werk zu einem wahren Universalroman machen. Don Quijote wird von allen Menschen geliebt, die die Gabe haben, sich in Bücher oder Filme hineinzuträumen – und gleichzeitig führt er vor Augen, wie töricht eine solche Flucht in imaginäre Welten manchmal sein kann.
Waldtraut Mehrhof gibt uns eine kurze Einführung und liest aus dem Roman. Susanne Boeke musiziert gemeinsam mit Lilit Amirian zu vier Händen an der Orgel. Guy Bovet hat 2011 seine Suite zu Don Quijote für Orgel zu vier Händen geschrieben.
Die Burleske erklingt im Gottesdienst in 4 Teilen:
1. Teil: Einleitung / Begegnung mit Sancho Panza / das Abenteuer mit den Windmühlen / der Brief an Dulcinea del Toboso
2. Teil: Prinzessin Micomicona erscheint / Der Kampf mit den Rotweinschläuchen / Wie Don Quijote verzaubert in sein Dorf zurückgebracht wird.
3. Die Hochzeit des reichen Camacho und der Erfolg des armen Basilio
4. Die Höhle von Montesinos /Aus Sanchisimo Panzisimos Königreich und dessen ermüdendem Ende / Don Quijotes Testament und sein Tod
Die gute, noch nicht so alte Titusorgel gibt den Rocinante, das Grauohr oder Clavilenos, das fliegende Holzpferd...
Der Zustand der Welt gibt Anlass für Angst und Unsicherheit, ein erfülltes Leben steht vielen Menschen gegenwärtig noch aus, sie leiden unter Ungerechtigkeit, Krieg, Gewalt und Armut. Da haben apokalyptische Endzeiterwartungen genauso Konjunktur wie Flüchte in Tagträume...
In der Predigt zu Lk 21,25-33 im Licht von Don Quijote lotet Pfrn. Monika Widmer die Spannung zwischen Weltflucht und Realismus aus und plädiert für Gottvertrauen.
