30 Jahre „Ökumenische Versammlung Gerechtigkeit, Friede, Bewahrung der Schöpfung“

Mit einem interreligiösen Fest von 14.00 – 19.30 Uhr wird am Sonntag, 16. Juni an dieses wichtige Ereignis erinnert und gleichzeitig nach vorne geblickt

Die Veranstaltung beginnt mit einem inklusiven Friedensgebet in der Lindenbergkapelle, setzt sich fort mit Tanz, Rück – und Ausblick und endet mit einem Konzert des „Chor der Nationen Basel“ um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei (Kollekte!)

Welche Langzeitwirkung die Ökumenische Versammlung hatte, beschreibt Heidi Fischer:

30 Jahre ökumenisches Morgengebet auf dem Bruderholz

Friede in Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung

Das liturgische Abendgebet, welches bereits in den Jahren 1979/80 in der Tituskirche entstanden ist, wurde durch Besuche mit Jugendlichen und Erwachsenen in Taizé angeregt. Ich empfand es eine Bereicherung für unsere Gemeinde, diese Art von Gottesdienst auch bei uns einzuführen. Die Abendgebete waren von Jung und Alt gut besucht.

Während der Versammlung Friede in Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung 1989 wurde mir klar, dass wir nicht mehr nur auf reformierter Basis diese Gebete durchführen sollten, sondern zusammen mit der Pfarrei Bruder Klaus. Diese Idee hat Anklang gefunden, sie wurde sogar sehr begrüsst. Nach Gesprächen mit Frauen aus der Titusgemeinde und der Pfarrei Bruder Klaus, haben wir uns entschlossen eine ökumenische Arbeitsgruppe zu bilden. Daraus entstand das ökumenische Morgengebet mit anschliessendem Bibelgespräch, das bis heute immer noch durchgeführt wird an jedem 1. Donnerstag im Monat n der Bruder Klaus – Kirche. Was war mir wichtig? Auf dem Bruderholz lebten wir wie in einem Dorf. Häuser an Häuser, Gärten an Gärten. Verschiedene Konfessionen leben nebeneinander, ohne grosse kirchliche Bindung. Das hat mich dazu bewogen die beiden Gemeinden im gemeinsamen ökumenischen Gebet zusammenzuführen. Die grundsätzliche Idee des allgemeinen Priestertums, welches sich auf alle Christen, und nicht ausschliesslich auf ausgebildete TheologInnen bezieht, war mir wichtig.

Nach einigen Jahren, in welchem das schon bestehende Abendgebet ökumenisch durchgeführt wurde, entschlossen wir uns, anstatt dem Abendgebet einmal monatlich neu ein Morgengebet anzubieten. Und dieses ökumenische Morgengebet besteht jetzt seit 1989 und hat alle kirchlichen Veränderungen unbeschadet überstanden.

Ein weiterer Schwerpunkt waren die vielen theologischen Vorträge, die auf grosses Interesse gestossen sind und von dieser ökumenischen Arbeitsgruppe organisiert wurden.

Es ist meine Hoffnung, dass diese Arbeit die beiden Kirchen weiter verbindet und mit vielen Inspirationen weiter gedeihen kann. Heidi Fischer