Gespräche mit einem Gast: Prof. Dr. Stefan Schmidt

«Keine Gotteserfahrung lässt sich so privatisieren, dass sie Besitz der Besitzer oder Privileg der Mussehabenden bleibt», schrieb einst Dorothee Sölle. Sie suchte in ihrem Buch «Du stilles Geschrei. Wege der Mystik» nach Möglichkeiten, die Unterscheidung eines mystischen Innen und eines politischen Aussen aufzuheben. Das Innen soll den Zugang zum Aussen beeinflussen – und umgekehrt. Eine gross angelegte Studie in Deutschland untersuchte kürzlich die Verbindung von Meditation und Mitgefühl (vgl. dazu das kostenlose E-Book unter www.compassion-training.org). Ausgangspunkt war die Frage: Können Menschen durch Meditation gesünder werden und mehr Empathie schöpfen? Die Ergebnisse der Studie sind erstaunlich. Stefan Schmidt beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Achtsamkeit, Meditation und Psychotherapie. Er ist überzeugt: Meditation schafft eine wohltuende Distanz zu den eigenen Emotionen und ermöglicht es, davon nicht regelmässig überwältigt zu werden. Das hat natürlich Einfluss auf Handlungen in der Welt. Er warnt allerdings auch davor, Meditation zu ökonomisieren und einzig als Möglichkeit zu sehen, besser zu funktionieren.

Wer das Gespräch am 27. November 2018 verpasst hat, kann es hier nachhören: